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Die Ausbildung zum Rettungshundeführer umfasst mindestens folgende Schwerpunkte
Die Arbeit in und mit der Staffel erfordert grundsätzlich ausgeprägten Teamgeist, Ausgeglichenheit, gute Kondition, Einsatzbereitschaft im Ernstfall und regelmäßiges Training mit dem Hund, um die Leistungsfähigkeit auf dem erforderlichen hohem Stand zu halten.
· Erste-Hilfe-Ausbildung;
· Erste Hilfe am Hund
· Rechtliche Vorschriften für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS)
· Organisation und Einsatztaktik
· Karten- und Kompasskunde, GPS-Handhabung
· Trümmerkunde, Bergungstechnik, Grundkenntnisse der Statik
· Grundwissen Kynologie
· Lagebeurteilung
· Sprechfunkverkehr
· Suchtechnik
· Sicherheit im Einsatz
Eignung
Viele an der Rettungshundearbeit Interessierte fragen sich zuerst, ob ihr Hund hierfür geeignet ist. Dieser Ansatz ist falsch: Zuerst sollte man sich darüber Gedanken machen, ob man als Hundeführer die Voraussetzungen für eine Mitarbeit in der Rettungshundestaffel erfüllt.
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Was ist hier zu bedenken?
Ein Rettungshundeführer muß sich über mehrere Jahre hinweg in dieser Arbeit engagieren. Der zeitliche und wirtschaftliche Aufwand für die Ausbildung lohnt sich sonst für ihn und die Staffel nicht. Wer nur nach einer vorübergehenden Beschäftigung für sich oder seinen Hund sucht, sollte sich andersweitig betätigen. Dies klingt vielleicht hart, bewahrt aber vielleicht vor Enttäuschungen. Denn spätestens mit Beendigung der Probezeit muß der Hundeführer und die Rettungshundestaffel über Fortsetzung der Zusammenarbeit entscheiden.
Belastbarkeit
Ein wichtiger Punkt ist auch die körperliche und psychische Belastbarkeit. Eine Rettungshundestaffel ist oft in sehr unwegsamen Gelände lange unterwegs: Der Hundeführer und auch die Helfer müssen körperlich dazu in der Lage sein, sich auch abseits asphaltierter Wege im Gelände oder auf Schuttbergen zu bewegen und nicht ganz unsportlich sein, da besonders im Ernstfall die Einsatzkräfte dazu in der Lage sein müssen, weite Strecken durch unwegsames Gelände zu gehen. Insbesondere die Suche nach vermissten Personen wie beispielsweise Kindern oder suizidgefährdeten Personen ist auch für gut ausgebildete Menschen nicht immer einfach.
Teamgeist
Teamgeist und Kooperationsfähigkeit sind weitere Kriterien, die sich sowohl auf die Zusammenarbeit in einer Staffel, als auch auf den Umgang mit dem Hund beziehen. Egoismus und Profilierungsgehabe sind in einer Rettungshundestaffel völlig fehl am Platz. Ein Rettungshundeführer kann im Einsatz wenig helfen: Erfolgreich ist man immer nur im Team mit den Staffelmitgliedern beziehungsweise zusammen mit den Partnerstaffeln.
Zeitaufwand
Auf den Zeitaufwand muß immer wieder hingewiesen werden: Regelmäßiges Training, theoretische Lehrgänge in überregionalen Ausbildungsstätten, Prüfungen und nicht zuletzt die Einsätze stellen hohe Anforderungen an das persönliche - oft durch Beruf und Familie - eh schon eingeschränkte Zeitkontingent.
Opferbereitschaft
Die Einsätze selbst laufen nicht immer unter Optimalbedingungen ab: Tageszeitunabhängig, egal zu welcher Jahreszeit und bei welchem Wetter und unabhängig von der persönlichen Konstitution kommt die Alarmierung. Man muß sich im Klaren sein, dass man hierfür sich teilweise jahrelang vorbereitet hat und dann auch in einen Einsatz gehen muß. Dies erfordert viel Eigeninitiative und Opferbereitschaft aber Verständnis und vor allem Zugeständnisse der Familie und oft auch des Arbeitgebers.
Kosten
Nicht zu unterschätzen sind auch die finanziellen Aufwendungen, die die Arbeit innerhalb einer Staffel mit sich bringt. Trotz Unterstützung durch Fördermitglieder, Sponsoren und öffentlicher Institutionen werden ein Großteil der Ausgaben für Training, Übung, Ausrüstung und Einsätze werden von den Mitgliedern selbst getragen.
Fazit
"Wer das alles als selbstverständlich betrachtet, und dann noch dazu bereit ist, während der Trainingseinheiten für andere Hundeführer das "Opfer" zu spielen und sich deshalb auch mit Spinnen und anderen Krabbeltieren in feuchte, kalte Erdlöcher oder dunkle Keller legt, um dort für einige Zeit auf Rettung zu warten und wer damit leben kann, dass man auch für einen erfolgreichen Einsatz niemals Gagen oder Urkunden bekommt, der bringt die besten Voraussetzungen mit, um ein guter Rettungshundeführer zu werden und sollte sich erst jetzt Gedanken darüber machen, ob denn auch der Hund die Voraussetzungen erfüllt, um ein Rettungshund zu werden."
Helfer
Neben der Mitarbeit als Rettungshundeführer gibt es noch andere Aufgaben in einer Rettungshundestaffel: Gerade den Helfern und Opferdarstellern obliegen wichtige Aufgaben in der Ausbildung, bei Übungen und Einsätzen.
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